Papst Franziskus I. Kurzbiografie

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Jorge Mario Bergoglio

Kurzbiografie

Kirchlicher Werdegang

Papst Franziskus Bereits im jungen Alter von 22 Jahren trat Jorge Mario Bergoglio dem Jesuitenorden in Argentinien bei. Nach den verschiedenen Studiengängen unter anderem der Geisteswissenschaften und der Theologie empfing Bergoglio am 13.12.1969 vom Erzbischof Castellano in Argentinien die Priesterweihe. Die Anfangsjahre seiner kirchlichen Tätigkeit waren vor allem von seinen diversen Studien- und Lehrtätigkeiten geprägt. Sein Tertiat absolvierte Bergoglio in Spanien von 1970 bis 1971, in den Jahren 1972 bis 1973 war er Novizenmeister in der Villa Barilari in San Miguel sowie als Dozent für Theologie tätig. Im April 1973 feierte Bergoglio seine Professur. 1973 wurde Bergoglio im Alter von nur 37 Jahren zum Provinzial gewählt, damit war er einer der Führer vom Jesuitenorden in Argentinien. Im gleichen Jahr legte Bergoglio auch das ewige Gelübde ab.

In den Jahren 1980 bis 1986 war er als Rektor der Fakultäten für Philosophie und Theologie am Kollegiums Maximus sowie als normaler Pfarrer tätig. Hierbei betreute Bergoglio die Pfarrei der Diözese San Miguel bis ins Jahr 1986, ehe er zu einen Studienaufenthalt nach Deutschland aufbrach. Während des Aufenthaltes in Deutschland besuchte Bergoglio in Augsburg die bekannte Wallfahrtskirche St. Peter in Perlach. Hierbei entdeckte er für sich das Gnadenbild der Maria Knotenlöserin. Begeistert davon nahm er Kopien vom Gnadenbild mit nach Argentinien und verbreitete diese. Noch heute wird das Gnadenbild der Maria Knotenlöserin in ganz Südamerika von der Bevölkerung verehrt.

Nach dem Studienaufenthalt in Deutschland wurde er als Beichtvater an der Kirche Compañía de Jesús in Córdoba eingesetzt. Gleichzeitig ging er seiner Lehrtätigkeit an einer Fakultät nach. 1992, genauer am 20.05.1992 wurde er vom damaligen Papst Johannes Paul II. zum sogenannten Titularbischof und Weihbischof von Buenos Aires ernannt. Am 27.06.1992 folgte die Bischofsweihe durch den Kardinal Quarracion, den Erzbischof Calabresi und den Bischof Mercedes-Lujan in der Kathedrale von Buenos Aires. Knapp fünf Jahre später erfolgte die Ernennung zum Erzbischof Koadjutor von Buenos Aires und letztendlich im darauf folgenden Jahr die Ernennung zum Erzbischof für den verstorbenen Kardinal Quarracion.

Am 21.02.2001 erfolgte durch Papst Johannes Paul II die Ernennung zum Kardinal. Als Titelkirche wurde ihm hierbei die San Roberto Bellarmino zugewiesen. Mit der Ernennung zum Kardinal verbunden, war auch die Zugehörigkeit zum Kardinalskollegium. Im Jahr 2005 wurde Bergoglio zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz von Argentinien gewählt. Im Jahr 2008 wurde er erneut im Amt bestätigt und übte dieses als Vorsitzender bis ins Jahr 2011 aus. Auch war er seit 2001 als Hauptberichterstatter der 10. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode tätig. Bis zu seiner Wahl zum Papst war Bergoglio zudem Mitglied in der Kongregation für den Klerus, für Gottesdienst und Sakramentenordnung sowie in der päpstlichen Kommission für Lateinamerika.

Fast seine gesamte kirchliche Tätigkeit wird begleitet von Bescheidenheit und dem Dienst an den Armen und Kranken. So ist es nicht verwunderlich das Er in Argentinien auch als der Kardinal der Armen oder als der Anwalt der Armen bezeichnet wird. Bereits 1979 war Bergoglio mit anderen Kirchenvertretern an diversen Veröffentlichungen und Dokumenten gegen Armut beteiligt. Kirchlichen Prunk lehnt Bergoglio grundsätzlich ab, so ist er selbst noch zu Zeiten als Kardinal nicht selten mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren oder lehnt gewisse kirchlichen Bekleidungen als Prunk ab. Schon seit der Übernahme von kirchlichen Ämtern pflegt Bergoglio die Ökumene zu anderen Religionsgemeinschaften in der Welt. Engen Kontakt pflegte Bergoglio vor allem mit der jüdischen Gemeinschaft in seinem Heimatland Argentinien. Geprägt war seine kirchliche Tätigkeit aber auch von konservativen Ansichten, die er selbst bei Kritik auch öffentlich vertreten hat. So lehnt er zum Beispiel jeden Gebrauch von Schwangerschaftsverhütungsmitteln, Abtreibungen oder die Homo-Ehe ab. Gerade gegen die Homo-Ehe organisierte Bergoglio in Argentinien in den letzten Jahren mehrfach Demonstrationen gegen die geplanten Gesetzesänderungen für die Homo-Ehe. Auch wenn Bergoglio sich nach eigenen Angaben nie in die Politik einmischen wollte, verfasste er mehrere Briefe gegen die Homo-Ehe an die Regierung. Auch den damaligen Gesetzentwurf zum Adoptionsrecht von Kindern für homosexuelle Ehepaare lehnte Bergoglio strikt ab. Auch in kirchlichen Fragen gilt Bergoglio in einigen Punkten wie dem Priesterzölibat, als konservativ. So lehnt er zum Beispiel eine Lockerung oder sogar eine Abschaffung vom Zölibat für Priester konsequent ab.

Während seinen kirchlichen Studien und seinen verschiedenen Tätigkeiten in kirchlichen Ämtern verfasste Bergoglio als Autor diverse Bücher vornehmlich mit einem religösen Hintergrund. Die Titel der Bücher lauten: "Meditaciones para religiosos" zu deutsch "Spirituelle Reflexionen zum apostolischen Leben" aus dem Jahr 1982, "Reflexiones sobre la vida apostólica" zu deutsch "Reflexionen über die Hoffnung" aus dem Jahr 1986 sowie "Reflexiones de esperanza" zu deutsch "Dialoge zwischen Johannes Paul II. und Fidel Castroaus" im Jahr 1992. Gerade das letztere Buch beschwerte Bergoglio große Anerkennung und Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.


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